Elterntaxi muss nicht sein! Zur Schule geht es auch zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad

Liebe Eltern,

die unten stehende Pressemitteilung vom Deutschen Kinderhilfswerk sende ich
Ihnen zur Information.

Sowohl über das DKHW als auch über den Verkehrsklub Deutschland werden
Materialien für Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte zum Thema

zur Verfügung gestellt.

Viele Grüße

Sylvia Fiedler

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Stadt Salzgitter

Kontaktstelle des Deutschen Kinderhilfswerkes

Joachim-Campe-Straße 6

-8

38226 Salzgitter

Telefon: 05341 – 839 33 00

Internet:

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Deutsches Kinderhilfswerk e.V. / Verkehrsclub Deutschland e.V. / Verband
Bildung und Erziehung e.V. – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

Datum: 24. August 2020

Zum Schulanfang in Niedersachsen: Elterntaxi muss nicht sein! Zur Schule
geht es auch zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der ökologische Verkehrsclub VCD
ermuntern zusammen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) zum
Schulbeginn

in Niedersachsen alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder
mit dem Fahrrad zurückzulegen. Zugleich appellieren die Verbände an die
Eltern, ihre Kinder dabei tatkräftig zu unterstützen. Laufen Kinder morgens
zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten,

fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen
dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder
sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren.

Gerade Corona hat die Wichtigkeit einer krisenfesten Mobilität vor Augen
geführt. Das empfohlene Verkehrsmittel erster Wahl: das Fahrrad oder die
eigenen

Füße. Aber auch unabhängig von der Krise hat diese Art der Fortbewegung
viele Vorteile: Besonders für Kinder ist Bewegung an der frischen Luft
gesund, außerdem lernen sie, sich gut und sicher im Verkehr zu bewegen und
tun der Umwelt etwas Gutes.

Mit fünf Wünschen und Forderungen an Kinder, Auto- und LKW-Fahrer,
Lehrkräfte und Erzieher an die Kommunen sowie an Eltern möchten DKHW, VCD
und VBE

zum Schulstart in Niedersachsen dafür werben, dass möglichst alle Kinder zu
Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Kindergarten
kommen.

1. *An die Kinder: Laufgemeinschaften bilden*

Kinder, die zusammen mit Freunden den Schul- oder Kitaweg zurücklegen,
lernen ganz nebenbei, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird
gefördert und sie können auf dem Weg mit Freunden reden und spielen. Es
bietet sich an,

sogenannte Laufbusse zu organisieren. Hierbei werden vor Ort Haltestellen
vereinbart, um von dort aus gemeinsam zur Schule oder Kita zu gehen.

1. *An die Auto- und LKW-Fahrer/innen: Mehr Rücksicht gegenüber Kindern
im Straßenverkehr*

Wir brauchen mehr Rücksicht gegenüber Kindern im Straßenverkehr. Gerade
kleine Kinder sind auf eine rücksichtsvolle Fahrweise des motorisierten
Straßenverkehrs angewiesen. Nur dadurch kann verhindert werden, dass Angst
und Unsicherheit

die ständigen Wegbegleiter von Kindern auf dem Kita- oder Schulweg und im
Straßenverkehr allgemein sind.

1. *An die Lehrkräfte und Erzieher/innen: Mobilität thematisieren*

Welche Last tragen die Füße, was hält den Rücken gesund, wie weit ist der
morgendliche Fußweg, wie lang der Bremsweg eines Autos – diese und andere
Fragen rund um das Zufußgehen lassen sich spielerisch in den regulären
schulischen Unterricht,

in Projektwochen oder auch in die Freizeitgestaltung integrieren. Und auch
in der Kita können schon sehr viele dieser Themen spielerisch in die
pädagogische Arbeit und den Kita-Alltag eingebunden werden.

1. *An die Kommunen: Roller- und Fahrradständer bauen*

Ist der Kita- oder Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder
Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und
Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich
abzuschließen.

Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und
Fahrräder zu kümmern. Deshalb sollten Kommunen in Absprache mit
Schulleitungen, Eltern und Schülern entsprechende Bedarfe abklären.

1. *An die Eltern: Temporäre Straßensperrungen beantragen*

Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor
Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit,
einen Brief an die Kita- oder Schulleitung zu schreiben. Diese können
wiederum ihre

Kommune auffordern, in der Straße vor der Schule oder Kita eine temporäre
Durchfahrtsbeschränkung einzurichten.

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann,
betont: „Kinder brauchen für ihr Aufwachsen und ihre Teilhabe und Teilnahme

an der Gesellschaft Autonomie und Orientierung im öffentlichen Raum. Es
gibt meist keinen Grund, Kinder morgens mit dem Auto in die Schule zu
chauffieren. Deswegen sollten Eltern gleich zu Beginn des neuen Schuljahres
das Auto stehen lassen und die Kinder

entweder zu Fuß begleiten oder sie in Laufgemeinschaften selbstständig
losziehen lassen. Das entspannt die teils chaotische Verkehrssituation vor
den Schulen am besten.“

Die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, sagt: „Wenn Kinder den
Verkehr nur von der Rückbank eines Autos aus erleben, entgeht ihnen nicht
nur

Bewegung an der frischen Luft und der Spaß am Schulweg mit Freunden – sie
lernen auch nicht, wie man sich eigenständig und sicher im Verkehr bewegt.
Wollen Eltern ihren Kindern etwas Gutes tun, sollten sie das Elterntaxi
stehen lassen.“

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, erklärt dazu: „Es ist uns von
jeher ein Anliegen, die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern.

Zudem beobachten wir mit Sorge, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule
gebracht werden und dadurch gefährliche Situationen vor den Schulen
entstehen. Hektisch vor der Schule geparkte Autos erzeugen unübersichtliche
Situationen, die auch gefährlich werden

können. Zudem wird denjenigen Kindern, die auf der Rückbank sitzen, das
Erfolgserlebnis verwehrt, den Schulweg eigenständig bewältigen zu können.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der ökologische Verkehrsclub VCD und
der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rufen vom 21. September bis 02.
Oktober

2020 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zur Teilnahme
an den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf.
Anmeldungen sind unter

www.zu-fuss-zur-schule.de möglich. Auf der Webseite können

auch Aktions- und Spielideen eingesehen, konkrete Tipps heruntergeladen
sowie Materialien bestellt werden. Die Aktionstage stehen in diesem Jahr
unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Kultusministerkonferenz
(KMK), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Botschafterin der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ist
die Fernsehmoderatorin Enie van de Meiklokjes.

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Weitere Informationen und Rückfragen:

Deutsches Kinderhilfswerk

Uwe Kamp

Pressesprecher

Mail:

kamp@dkhw.de

Telefon: 030-308693-11

Verkehrsclub Deutschland

Anne Fröhlich

Pressereferentin

Mail:

anne.froehlich@vcd.org

Telefon: 030-280351-59

Verband Bildung und Erziehung

Anne Roewer

Pressereferentin

Mail:

a.roewer@vbe.de

Telefon: 030-7261966-17


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